Positives Resümee nach deutschen Einzelmeisterschaften
Eine durchweg positive Bilanz haben die verantwortlichen Trainer des Bayerischen Ringer-Verbandes nach den deutschen Einzelmeisterschaften der Männer und Frauen gezogen. Insgesamt erreichte der BRV elf Medaillen, wobei unterm Strich auch drei Goldmedaillen durch Benedikt Rothe (SV Wacker Burghausen), Christopher Kraemer und Niklas Stechele (beide TSV Westendorf) herausstechen. Bei den Freistilern wurde der BRV in der Länderwertung Zweiter, siegreich gingen die bayerischen Athleten dagegen in der Gesamtwertung der Griechisch-Römisch-Spezialisten hervor.
Freistil-Cheftrainer Marcel Fornoff musste kurzfristig auf Magomed Kartojev verzichten. Der Burghauser konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht in Elsenfeld antreten. „Sicherlich war es schade, weil ich überzeugt bin, dass er mit Sicherheit eine Medaille geholt hätte“, ist Fornoff überzeugt. Ebenfalls nicht dabei war Adam Leifridt. Der DRB-Kadersportler sei ebenfalls für Edelmetall gut gewesen. Von den Nürnberg Grizzlys fiel auch Erdogan Güzey aus. Somit trat der BRV mit nur neun Teilnehmern an. „Was mich besonders freut: Gerade die jungen Athleten haben die Medaillen geholt“, verweist Marcel Fornoff auf die Silbermedaille des jungen Dominic Thiel aus Unterföhring, oder Rang drei für dessen Vereinskollege Felix Kirchhoff. Fornoff ist überzeugt, dass selbst bei Rostislav Leicht die Goldmedaille möglich gewesen wäre. In einer völlig anderen, wenn nicht eigenen Liga ringt Niklas Stechele, der in seiner Gewichtsklasse bis 57 Kilo überhaupt keine Konkurrenz hatte und sich mehr als verdient mit Gold schmücken durfte. Übrigens zum dritten Mal in Folge bei den Männern. „Der zweite Platz in der Länderwertung ist schön, aber unterm Strich nur Nebensache“, stellt Fornoff fest. Auffallend ist, „dass wir einen guten Nachwuchs haben und gut aufgestellt sind für die nächsten Jahre. Die Qualität ist vorhanden, allerdings wird es von der Breite her dann doch etwas weniger.“
Zufrieden kann auch Patric Nuding sein. Der verantwortliche Landestrainer für die Junioren und Männer im griechisch-römischen Stil des Bayerischen Ringer-Verbandes trat mit zehn Ringern an. In Summe kamen sieben Medaillen heraus. „Klar, dass es immer besser sein kann.“ Denkbar knapp an Bronze ist Lukas Mayer vorbeigeschlittert. Der Geiselhöringer verlor das kleine Finale aufgrund der höheren Wertung seines Gegners. Sehr unglücklich verlief auch der Goldkampf von Idris Ibaev. Der Burghauser verlor mit 1:1, weil sein Gegner die letzte Einser-Wertung erzielte. Allerdings freut er sich über den Titelgewinn von Christopher Kraemer. „Chris hat gezeigt, dass er ein anderes Level bei der Deutschen besitzt und dadurch seine Gewichtsklasse dominiert hat“, bilanziert Nuding. Auch für ihn sei der Gewinn der Länderwertung nicht entscheidend. „Viel mehr ist es für mich wichtig, dass jeder stets das Maximum aus sich herausholt und abruft. Dann kommen die Ergebnisse auch automatisch. Entwicklung und Performance auf der Matte sind entscheidend.“ Wenn Patric Nuding einen Ringer hervorheben darf, dann ist es Lukas Mayer. „Bei ihm hat jeder gesehen, dass sich Fleiß auszahlen kann. Er kam ins Stützpunkttraining, war und ist stets fleißig und stieß auch beim Vorbereitungslehrgang hervor und zeigte sehr gute Leistungen, was eben nun zur Nominierung für die Deutsche geführt hat“, betont Nuding. Dass sein entscheidender Kampf knapp verlief, er dadurch an einer Medaille vorbeigeschrammt ist, „ist für mich sehr bitter“, betont der Trainer abschließend.
Nicht viel zusammenlief bei den Frauen, die aufgrund von Verletzungen und Prüfungsphasen mit nur vier Ringerinnen antrat. Zwei Athletinnen gingen im Limit bis 68 Kilo an den Start, „wobei wir in der sehr starken Gewichtsklassr ohne Erfolg blieben“, bilanziert Landestrainer Aaron Sanders. In 53 und 57 Kilo seien die Chancen der BRV-Teilnehmerinnen auf Medaillen nicht von Erfolg gekrönt gewesen. In der Länderwertung kam der BRV abgeschlagen auf Rang neun.



