Hitzeschlacht in Nürnberg und Team-Cup in Feldkirchen
Zehn junge Athleten trotzten der hochsommerlichen Hitze und gingen beim Grizzly-Cup in Nürnberg an den Start. Mit etwa 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus über 20 Vereinen in den Altersklassen U8 bis U14 war das Turnier trotz der hohen Temperaturen, die auch in der Halle nicht direkt niedriger waren, sehr gut besucht. Die Kämpfe wurden auf zwei Matten ausgetragen und verliefen verletzungsfrei und ohne temperaturbedingte Zwischenfälle.
Am Ende des Tages konnte sich der TSV Burgebrach sogar Platz vier in der Vereinswertung sichern. Deley Paladini und Lukas Bogensperger errangen Platz eins, Dominik Gut, Jakob Kraus, Michael Gareis und Alexander Färber belegten den zweiten Platz, Clemens Füssel sicherte sich die Bronzemedaille. Hannes Bogensperger und Lukas Krüger verfehlten mit Platz vier knapp das Podest. Tymur Medvedenko komplettierte das gute Ergebnis mit einem sechsten Rang. Die mitgereisten Trainer Christian Giehl und Thomas Krüger zeigten sich mit den Ergebnissen mehr als zufrieden.
Am gleichen Tag fand im oberbayerischen Feldkirchen der Team Cup Bayern für die Schülerinnen, weibliche Jugend und Frauen statt. Teilnahmeberechtigt beim Team Cup sind alle Ringerinnen ab 6 Jahren. Dieser besondere Mannschaftswettbewerb bietet den Mädchen und Frauen die Gelegenheit, nicht nur ihre individuellen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, sondern auch Teamgeist und Zusammenarbeit zu stärken. Die Teams werden nach der Waage per Los eingeteilt, sodass jede Teilnehmerin die gleiche Chance hat, in einem spannenden Wettkampf anzutreten.
Für Burgebrach gingen Antonia Gareis, Olivia Peters, Leonie Krüger und Katharina Gareis an den Start. Den Auftakt am Vormittag bildete eine gemeinsame Trainingseinheit mit Günter Montag. Im Anschluss daran traten die Mädels und Frauen im Mannschaftswettbewerb gegeneinander an und maßen ihre Kräfte. Mit großem Einsatz und Begeisterung zeigten die Athletinnen ihr Können. Allen war aber auch bewusst, dass bei diesem Wettbewerb nicht unbedingt der Sieg im Mittelpunkt steht, sondern vor allem Spaß, Teamgeist und die Freude am geliebten Sport. Außerdem war an diesem Tag jeder ein Gewinner, der sich bei diesen Rekordtemperaturen der sportlichen Herausforderung gestellt hat.
Schwabenpokal wiederbelebt: Westendorf siegt souverän
Im Jahr 2016 ging es zum letzten Mal um den Schwabenpokal. Damals hieß der Sieger TSV Westendorf. Zehn Jahre sind seither vergangen. Nun stand am vergangenen Wochenende in Sulzberg die Neuauflage dieser besonderen Ringerveranstaltung im Fokus. Nicht aufzuhalten waren die Athleten aus dem Ostallgäuer Ringerdorf.
„Dass wir den Schwabenpokal wiederbeleben konnten, ist allein für unseren Bezirk ein echter Gewinn“, betont Stefan Günter. Der Vorsitzende des Bezirks Schwaben im Bayerischen Ringer-Verband begrüßte in Sulzberg die teilnehmenden Mannschaften aus Aichach, Kottern, Kempten und Westendorf. Ein Team bestand aus drei Jugendlichen und sieben Männern. Dabei konnte die Aufstellung bei den Kämpfen variieren. Mit Peter Sedlmeir (Mering), Ahmet Hamuryudan (Diedorf) und Tobias Trunzer (Kempten) standen drei Mattenleiter zur Verfügung, die die gesamten Kämpfe ohne Probleme durchführten.
Sportlich gesehen war der TSV Westendorf zu stark für die Konkurrenz. Obwohl nur Ringer der Zweiten und Dritten Männermannschaft antraten, waren die Gegner chancenlos. Westendorf gewann zum Auftakt in Runde eins gegen Gastgeber Kempten mit 34:2. Parallel zwang Kottern Aichach mit 30:8 in die Knie. Die Dominanz der Ostallgäuer spiegelte sich auch in Runde zwei wider. Der TSV siegte mit 34:1 gegen Kottern, während Kempten diesmal knapp mit 18:20 gegen Aichach unterlag. In der abschließenden dritten Runde fielen die Ergebnisse noch deutlicher aus. Kottern schaffte mit seinem zweiten Turniersieg im Lokalderby gegen Kempten, der 35:4 endete, am Ende Rang zwei. Westendorf triumphierte mit einem 39:0-Kantersieg über den Turnierdritten Aichach. Letzter wurde der SV 29 Kempten.
„Das Turnier verlief reibungslos und macht Lust auf mehr. Wir werden den Schwabenpokal auch im kommenden Jahr wieder austragen, dann hoffentlich mit noch mehr Teilnehmern aus unserem Bezirk“, so Stefan Günter, der im Nachgang vor allem Gastgeber SV 29 Kempten für den Einsatz in Sulzberg herzlich dankte.
Unterföhring holt die Gesamtwertung bei der Oberbayerischen Bezirksmeisterschaft
Die Oberbayerische Bezirksmeisterschaft in Freising ist Geschichte. Am vergangenen Wochenende fand das Spektakel für beide Stilarten für alle Altersklassen statt. Insgesamt standen 521 Begegnungen auf dem Programm. 355 Ringerinnen und Ringer aus 20 Vereinen nahmen teil.
Der SC Isaria Unterföhring stellte mit 52 Teilnehmern nicht nur das größte Team des Turniers, sondern gewann mit 471 Punkten die Gesamtwertung vor dem SV Siegfried Hallbergmoos (394) und ESV München-Ost (356). Erfreulich ist, dass die neugegründete Abteilung der DJK Waldram (Wolfratshausen) mit 299 erreichten Punkten sogar auf Rang vier kam.
An beiden Wettkampftagen gingen Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Matte. Ergänzt wurde das Programm durch Freundschaftskämpfe. In den Freistil-Wettbewerben stellten vor allem der SC Isaria Unterföhring, der ESV München-Ost, der SV Siegfried Hallbergmoos, der TSV Weilheim und die DJK Waldram zahlreiche Sieger. Auch Gastgeber SpVgg Freising erreichte mehrere Podestplätze und stellte unter anderem mit Emil Wex den Sieger der Gewichtsklasse bis 110 Kilogramm der U17. Mustafa Anwari gewann bei den Männern bis 61 Kilogramm, Sven Ammo Pfeifer belegte bei den Männern bis 74 Kilogramm Rang zwei.
Im griechisch-römischen Stil konnten ebenfalls viele Vereine Gewichtsklassensiege erzielen. Die SpVgg Freising stellte mit Mustafa Anwari den Sieger bis 63 Kilogramm der Männer sowie mit Emil Wex den Bezirksmeister der U17 bis 110 Kilogramm. Weitere Podestplätze erreichten unter anderem Dominik Paulik, Bahman Askmi, Valentin Karica, Louis Arras und Philip Ziegltrum.
Auch die Wettbewerbe der Mädchen und Frauen waren Teil der Meisterschaft. Antonia Schuster vom TV Feldkirchen gewann die W-Jugend. Bei den Frauen setzte sich Tatjana Müller vom ESV München-Ost durch. In den Schülerklassen gingen weitere Titel an den TV Feldkirchen und den SC Isaria Unterföhring.
Die Bezirksmeisterschaft bot an beiden Tagen zahlreiche Begegnungen in allen Altersklassen und gab den Sportlerinnen und Sportlern Gelegenheit, Wettkampferfahrung zu sammeln und sich innerhalb des Bezirks zu messen.
Das Turnier wurde erstmals in Oberbayern mit einer neuen Software durchgeführt. Dank dem Support von Alexander Badewitz hat die Durchführung reibungslos funktioniert.
Großes internationales Trainingslager in Anger
Ein mehrtägiges Trainingslager mit etwa 70 Ringerinnen und Ringern veranstaltete jüngst der SC Anger, der in Vorbereitung auf die in Kürze beginnende Situation sowohl nationale als auch internationale Mannschaften von Freitag, 21. August, bis Sonntag, 23. August, zu sich in die Aufhamer Sporthalle eingeladen hatte. Neben den beiden Bezirksnachbarn Berchtesgaden und Trostberg sowie einer Staffel aus dem niederbayerischen Untergriesbach, nahe Passau, waren auch extra ein tschechisches (Hellas Brno) und zwei slowakische Teams (Corgon Nitra & Gaal Wrestling) angereist, um unter Federführung des Angerer Trainers Radovan Valach auf vier Matten insgesamt sechs Einheiten zu absolvieren.
Der Fokus dieser wurde bewusst auf Trainingskämpfe und das Ausringen von spezifischen Kampfsituationen gelegt, um die hohe Anzahl an verfügbaren Trainingspartnern bestmöglich auszunutzen und alle Teilnehmer auf den bald wieder beginnenden Liga-Alltag vorzubereiten. Nach einer ersten Einheit am Freitagabend stand am Samstag bereits um 6 Uhr Frühsport auf dem Programm, auf den im weiteren Verlauf des Tages noch zwei weitere Trainings folgten. Auch am Sonntag wurde wieder in den frühen Morgenstunden begonnen, ehe vormittags schließlich die sechste und letzte Einheit absolviert wurde. Aus Sicht von Angers Trainer Radovan Valach «war aber nicht nur das Training wichtig. Genauso unentbehrlich ist der Zusammenhalt zwischen den Vereinen. Wir wollen nicht nur auf der Matte gegeneinander kämpfen, sondern auch miteinander trainieren, voneinander lernen und Freundschaften aufbauen. Das gilt für die Vereine in Deutschland genauso wie für unsere Freunde aus Tschechien und der Slowakei.»
Der Zusammenhalt zwischen den Sportlerinnen und Sportlern beziehungsweise Vereinen wurde vor allem beim gemeinsamen Grillen am Samstagabend gefördert, bei dem alle Teilnehmer nach dem kräftezehrenden Trainingstag wieder ihre Energiereserven auffüllen konnten. Auch sonst blieb zwischen den einzelnen Einheiten genügend Zeit, um sich mittags im Freibad Aufham zu erfrischen oder in Form der internationalen Gäste die Umgebung rund um Anger, namentlich den Höglwörther See und das Porsche Museum, zu erkunden.
Schnupper-Training für Mädchen
Die Ringerabteilung des TSV Burgebrach bietet am 22. September von 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr ein Schnuppertraining speziell für Mädchen an. Eingeladen sind alle interessierten Mädels ab fünf Jahren, die das Ringen gerne einmal ausprobieren möchten.
Dass Ringen längst keine Jungs- und Männerdomäne mehr ist, stellen die Burgebracher Ringer eindrucksvoll unter Beweis. Aktuell trainieren 15 Mädchen im Verein und nehmen erfolgreich an Wettkämpfen teil. Die größten Erfolge feierten drei von ihnen in diesem Jahr mit Platz vier, fünf und sechs bei der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse U14.
Interesse? Telefonische Voranmeldung bei Günter Montag unter 0170/2007053.
Willkommen in der bayerischen Ringerfamilie
Die bayerische Ringerfamilie wächst weiter. Nach dem vor einigen Jahren im schwäbischen Höchstädt eine Ringerabteilung beim SSV ins Leben gerufen wurde, gibt es im Bezirk Oberbayern ebenfalls zwei neue Sparten.
In Ingolstadt gibt es die Ringerabteilung bei der DJK. Die Initiative entstand aus dem Engagement von drei Personen: Mustafa Calik, Zafer Ates und Murat Eroglu. Das Trio hat nicht nur eine langjährige Erfahrung im Ringkampfsport. Sie brennen für den Sport und haben sich zum Ziel gesetzt, den Ringkampfsport in Ingolstadt nachhaltig aufzubauen und Menschen aller Altersklassen für diese traditionsreiche olympische Sportart zu begeistern. Seit dem Trainingsstart im Mai konnten sie bereits mehr als 35 Interessierte für ihre Abteilung gewinnen – Tendenz weiter steigend. Multikulturell präsentieren sich die aktiven Ringer. Aus unterschiedlichen Nationalitäten und Herkunft setzt sich die Abteilung zusammen.
Drei erfahrene Ringsportverrückte
Cheftrainer Mustafa Calik leitet die Abteilung. Er begann seine Ringerlaufbahn beim ASV Neumarkt, und setzte sie in Hallertau fort. Dort agierte er auch als Trainer. Murat Eroglu startete seine Ringerlaufbahn beim TSV Ehningen. Der dritte Trainer im Bunde ist Zafer Ates, der das Ringer-ABC beim ASV Hallertau erlernte.
Erfahrung und fachgerechte Vermittlung
Gemeinsam bringen sie ihre Erfahrung in den Aufbau der neuen Abteilung ein und unterstützen das Training und die Entwicklung des Ringsports in Ingolstadt. Insgesamt vereint das Trainerteam Erfahrung aus beiden olympischen Ringkampfstilen und sorgt so dafür,
dass sowohl Freistil als auch griechisch-römisches Ringen in der DJK Ingolstadt fachgerecht vermittelt werden.
Ehemaliger Olympiateilnehmer mit Begeisterung dabei
30 Kilometer südlich von München liegt Wolfratshausen und hier wird seit Januar 2026 fleißig trainiert. Die Ringer der DJK Waldram starteten sogar am Wochenende (4./5.7.) bei den Oberbayerischen Meisterschaften in Freising mit 27 Ringern. Geboren wurde die Idee schon im Dezember des vergangenen Jahres. Der Antreiber hierfür ist Martin Wipperfürth, der als Coach im Verein Arbeit für Jugend selbst aktiv mitwirkt und Jugendliche, die vorwiegend die Mittelschule besuchen, betreut, damit sie einen Schulabschluss schaffen. Wipperfürth ist der Initiator und Gründer der Ringerabteilung innerhalb der DJK Waldram. Zum Trainingsstart waren über 30 Sportlerinnen und Sportler dabei, aktuell sind es schon über 50 Aktive aus 12 Nationen. Trainiert wurde anfangs noch auf Judomatten, ehe die Firma Foeldeak, der Mattenhersteller aus Geretsried – übrigens nur fünf Minuten entfernt – die Ringerabteilung mit einer neuen Ringermatte ausstattete. Mit dem ehemaligen syrischen Meister und Olympiateilnehmer Safwan Lazkani haben sie auch einen erfahrenen Trainer gewinnen können, der mit Leidenschaft und Enthusiasmus die Einheiten in der Sporthalle leitet. Als neuer Abteilungsleiter wächst Martin Wipperfürth in seine Aufgaben hinein. Er bringt den Verein in die Öffentlichkeit, startete sogar eine Crowdfunding-Aktion für seine Ringer. Eine Bürgervereinigung verzichtete im Kommunalwahlkampf auf Werbeartikel und spendete 600 Euro an die Ringer. „Ich will, dass die Abteilung eine starke und nachhaltige Basis bekommt. Wir haben die Rahmenbedingungen dafür“, betont Wipperfürth und macht deutlich: Vom südlichen Landkreis Münchens bis zum Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sei die DJK Waldram das Einzugsgebiet für lokal interessierte Ringerinnen und Ringer. Wenn das nicht nach einer Erfolgsgeschichte schreit.






